Der Autor - Gert Redlich
Mein Beruf, die Hobbys, Neigungen, historische Erblasten (vom Vater) und vieles andere mehr haben mich ursprünglich dazu bewogen, im inzwischen 30 Jahre alten (wir schreiben das Jahr 2010) Wiesbadener "Föderverein" zur Errichtung eines Fernsehmuseums mitmachen zu wollen.
Ich hatte erst im späten Herbst 2005 zufällig in unserer Wiesbadener Regionalzeitung etwas davon gehört bzw. gelesen. Damals wurde groß von einem "Fernsehmuseum" in Wiesbaden getönt.
Daß es eine alte heruntergekommene schmutzige dunkle Lagerhalle im dritten Stock eines alten abbruchreifen Betonsilos war, sah ich erst später. Dann jedoch (im Jan. 2007) haben sich die Grundlagen für ein Mitmachen in diesem Verein leider eminent verändert. Mehr darüber steht hier.
Doch zu mir :
Mein Vater Gerhard Redlich war bis ca. 1960 als Kinotechniker bei der UFA Handel (im Büro Frankfurt) und war dort für den Bau der Kinos verantwortlich. Das schlug sich natürlich bei mir nieder, denn ich durfte öfter in die Kinos in Wiesbaden und im Rheingau mitkommen und zuschauen. Etwas mehr über meine alten Zeiten steht hier im Magnetbandbereich.
Durch diese Verbindungen kam ich etwa ab 1964 - 65 (ich war etwa 16 Jahre alt) sogar in die unglaublich glückliche Lage, im damaligen Kino "UFA im Park" in Wiesbaden zwei (damals noch) moderne Zeiss Ikon "Ernemann X" Projektoren (mit 4 Kanal Magnetton und Cinemascope) ganze Abende zu "füttern" und oft sogar 3 Vorstellungen zu "schmeißen". Mit Erfolg, denn ich wurde, obwohl erst knapp 17, immer wieder geholt und es machte einen riesen Spaß. So bin ich voll motiviert in die damalige Kinowelt rein gewachsen und auch in die Beschallung von großen Film-Theatern.
Der ehemalige UFA-Palast, dann später "UFA im Park" und jetzt Caligari ist nach wie vor eines der größten Kinos von Wiesbaden. Das Kino wurde vor Jahren (etwa im Jahr 2000) in "Filmbühne Caligari" umbenannt. Inzwischen wurde dieses wirklich nostalgisch schöne Kino vom Kulturamt der Stadt Wiesbaden (derzeitiger Eigentümer) ganz toll renoviert und ich kann jedem Kinofan einen Besuch nur ans Herz legen. Kinos dieser Art gibt es in Deutschland fast nicht mehr, und natürlich auch, weil mein Herz dran hängt.
1971 - Der Zufall und das ZDF
Dann kam der Zufall zu Hilfe und ich konnte als Student der Nachrichtentechnik mehrere Jahre lang (von 71 bis 73) beim ZDF in Wiesbaden unter den Eichen als freier Filmtonmann "anheuern". Dafür gab es damals sagenhafte 10 DM pro Stunde bei mindestens 4 Stunden pro Dreh. Dazu bekam ich zu treuen Händen einen Koffer voller Mikrofone samt Zubehör und eine NAGRA III. Das war damals noch richtg wertvoll und eine Ehre, als Jungspund mit solch einer NAGRA herumzulaufen.
Vorher und auch gleichzeitig half ich nebenan auch unter den Eichen bei der privaten Fernsehproduktionsfirma "Videothek Programm GmbH" in Wiesbaden, deren alten "legendären" (wegen der Legenden) großen Ü-Wagen (ehemals vom Frankfurter Rennbahn Fernsehen übernommen) mit neuer Tontechnik auszustatten.
Fachlich habe ich Hochfrequenztechnik an der Fachhochschule Wiesbaden und dann Nachrichtentechnik / Elektronik an der TH Darmstadt studiert und danach war ich von Anfang an selbständig.
Das Hifi Hobby hat aktuell in einer Super-Edel-Stereo- anlage, also einer beachtlich großen Lautsprecher- / Verstärker Kombination geendet. Inzwischen "betreibe" ich bzw. erfreue ich mich an meinem privaten kleinen Video-Kino in einem recht großen Studio in der Tenne meiner Scheune und konnte schon gestandene Rundfunk- und Fernseh- Männer begeistern.
Rechts ist ein Bild von der Bühne mit Sony Röhren Beamer und edler 4m Leinwand (Mechanische Werkstätten). Etwas mehr steht hier auf einer zweiten Autoren-Seite von mir.
Das Gelernte war viel und es ist alles vergänglich. Doch es lohnt sich, es aufzuheben.
2006 - Da gab es einen "Förderverein RFM", Verein zur Errichtung eines Fernsehmuseums . . .

- Reparaturversuche ohne Zukunft

- damals schon sehr anfällig, heute noch viel mehr
Und dann bin nach fast 30 Jahren wieder übers Fernsehen gestolpert, sogar wieder in Wiesbaden. Also da gäbe es ein "Museum für Deutsche Fernsehgeschichte". Die Idee eines Fernsehmuseums finde ich absolut förderungs- würdig, denn solch ein Konzept wäre einmalig in Deutschland und vor allem in Wiesbaden. Und eigentlich wollte ich mich bereits 2006 in dem Förderverein insbesondere um diesen professionellen Internet Auftritt und um ein wenig "Marketing" kümmern. Jedenfalls war das der Plan noch in 2006.
Nach 12 Monaten "interessierten Beobachtens" habe ich aber so viel (vorsichtig formuliert) "Nachholbedarf" in diesem Förderverein erkannt, daß dort absolut dringender Handlungsbedarf gegeben war. Das sahen natürlich die verbliebenen vier Rentner dort völlig anders. Und so kam es im Frühjahr 2007 wie es kommen musste, die notwendigen Veränderungen und zwangsläufigen Verjüngungen wurden kategorisch und vollends abgelehnt und absolut geblockt. Und somit war das Verhältnis mehr als gespannt. Eigentlich war es irreparabel kaputt durch die beleidigenden dummen verbalen Entgleisungen des damaligen (erst im Frühjahr 2009 abgetretenen) ersten Vorsitzenden O.F.H. (Baujahr 1928).
Die vier müde gewordenen Fernseh-Bastler trafen sich immer Freitags zum Rotweinstündchen und verbringen so ihren Lebensabend in ihrem Hobby- und Bastel-"Keller" (im dritten Stock) mit Plänen für die (welche?) Zukunft und nur noch einer von ihnen mit hoffnungslosen Reparaturen von antiken Röhrengeräten. Jeder Fernsehmann oder Fernsehtechniker weiß, daß diese alten Geräte in diesem verstaubten Lagerhaus (ohne Heizung und ohne Klimaanlage) keine 2 Wochen funktionieren können, selbst wenn sie mal repariert worden waren.
Aber es gibt noch eine paar andere Argumente . . .
Die erhellende Erkenntnis Mitte 2007 kam durch eine Anruf aus Heusenstamm. Dort gäbe es den Fundus der DMS, der deutschen Museumstiftung und die brauchten einen (oder zwei) Fernsehfachmann zur Begutachtung des Erbes aus Ostberlin, 4 Tieflader voller Rundfunk- und Fernsehtechnik. Und wir fuhren dorthin, Herr Knapitsch und ich. Es lagern dort 15.000 qm voller Autos und Nachrichtentechnik, hunderttausende von Röhren und zigtausende von teils neuwertigen wirklich historischen und sehr wertvollen Geräten. Es war absolut beeindruckend. Bilder finden Sie hier.
Der Wiesbadener Fundus ist also bei weitem nicht total einmalig oder gar von extrem großem Seltenheitswert, eher im Gegenteil.
Ich würde natürlich auch ehrfürchtig staunen und stille gedenken, wenn ich nicht an so vielen Stellen erheblich Besseres und vor allem noch viel viel mehr gesehen hätte und inzwischen mit so vielen aktiven Machern in ganz Deutschland gesprochen hätte.
Man könnte da schon etwas draus machen . . . , nur nicht mehr mit 80 Jahren, oder vielleicht, wenn man Udo Jürgens heißt. (Mit 66 Jahren, da ist man . . .)
Auch habe ich (inzwischen auch über die 60) durch diese vielen Webs gezeigt, daß ich schon ein bißchen Ahnung von dem habe, wovon ich rede und was ich bemängle und was man anstellen könnte. Diese Erfahrung läßt die eifersüchtige Kritik der alten Pensionäre leichter an mir abprallen.
Weitere Webs von mir sind:
www.useddlt.com Die Datensicherungstechnik mit DLT Bandlaufwerken
und hier besonders
das große Magnetbandmuseum sowie der Bereich
Grundlagen der Magnetbandtechnik
www.usedlto.com Die Datensicherungstechnik mit LTO Bandlaufwerken
www.usedcpq.de Die vernünftige Verwendung von gebrauchten Compaq Servern
www.usedups.de Die Ecken und Haken bei Notstromsystemen mit Batterien
Eine andere Autorenseite von mir finden Sie hier im Bandgeräte Bereich.














